Bei der Abgrenzung zwischen Volks- und Betriebswirten wird ab 2008 anders verfahren als in den beiden Vorjahren. 2006 und 2007 wurden Forscher an betriebswirtschaftlichen Lehrstühlen mitgezählt, die an der Grenze zur Volkswirtschaftslehre arbeiten und nennenswert in den betrachteten Zeitschriften publizieren, im Ranking berücksichtig. Dies ist ab 2008 grundsätzlich nicht mehr der Fall.
Der Hintergrund ist, dass das Handelsblatt gemeinsam mit dem Thurgauer Wirtschaftsinstitut (TWI) und der Universität Konstanz an einem Betriebswirte-Ranking arbeitet, das nach derzeitiger Planung (Stand: September 2008) in diesem Herbst erstmals veröffentlicht werden soll.
Jeder Forscher kann nur in einem der beiden Rankings vorkommen, nicht in beiden. Daher werden Forscher, die eindeutig auf BWL-Lehrstühlen tätig sind, im VWL- Ranking 2008 nicht mehr erfasst. Dies betrifft z.B. Martin Weber (Mannheim), Dirk Sliwka (Köln) René Fahr (Paderborn, vorher Köln), Dietmar Harhoff (München) sowie Guido Friebel und Michael Kosfeld (beide Frankfurt/M).
In Einzelfällen ist genaue Abgrenzung zwischen Volks- und Betriebswirten schwierig, insbesondere auf dem Gebiet Finance. In diesen Fällen setze sich das Handelsblatt mit den Forschern in Verbindung und gab ihnen ein Wahlrecht. Der Frankfurter Finance-Professor Roman Inderst entschied sich dafür, weiter im VWL-Ranking gezählt zu werden. Torsten Hens und andere Schweizer Finance-Forscher optierten dagegen für das BWL-Ranking.
